Montag, 27. Januar 2025
Psycho-Spiele
Es wird als "Kollektivgutspiel" oder "Public Goods Game" bezeichnet. In diesem Experiment wird untersucht, wie Menschen in Gruppen kooperieren oder egoistisch handeln, wenn es um das Teilen von Ressourcen geht.

Die Grundidee ist, dass jeder Teilnehmer einen bestimmten Betrag in einen gemeinsamen Topf einzahlt. Am Ende wird der Gesamtbetrag im Topf durch die Anzahl der Teilnehmer geteilt, sodass jeder den gleichen Betrag zurückerhält, unabhängig davon, wie viel er selbst eingezahlt hat. Dies führt oft zu einem Spannungsfeld zwischen individuellem und kollektivem Interesse.

Ein häufiges Ergebnis solcher Experimente ist, dass einige Teilnehmer dazu neigen, nichts in den Topf einzuzahlen, in der Hoffnung, von den Einzahlungen der anderen zu profitieren, ohne selbst etwas beizutragen. Dies kann zu einem sogenannten "Free-Rider"-Problem führen, bei dem die Zusammenarbeit in der Gruppe untergraben wird, weil einige Mitglieder versuchen, sich auf die Kosten anderer auszuruhen.

Das Experiment zeigt wichtige Aspekte menschlichen Verhaltens, wie Vertrauen, Kooperation und die Herausforderungen, die mit dem Teilen von Ressourcen verbunden sind. Es hat auch Implikationen für viele Bereiche, von der Wirtschaft bis zur Umweltpolitik.

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Scenario: Auf einem Berg löst sich ein Güterwaggon von einer Lokomotive und rast ins Tal, wo ein Personenzug steht, der mit 100 Personen besetzt ist.

Du hast 3 Möglichkeiten zu reagieren:
1. Nichts tun
2. Eine Weiche umstellen und den Zug damit auf ein Nebengleis leiten, auf dem gerade fünf Bahnmitarbeiter mit Instandhaltungsarbeiten beschäftigt sind.
3. Den Güterwaggon entgleisen lassen. Dazu müsstest du einen schwergewichtigen Mann, der auf einer Brücke steht, unter der der Waggon hindurchrollen wird, töten und von der Brücke auf die Gleise stürzen.

Wofür entscheidest du dich?

Beeinflusst es deine Entscheidung, wenn du weißt, dass dein Kind in dem Personenzug sitzt?
Es gibt nur eine Entscheidung, bei der dir keine rechtlichen Konsequenzen drohen.

Die ethische Fragestellung dreht sich um die Abwägung zwischen dem aktiven Eingreifen, das zu einem bestimmten Tod führt, und dem passiven Zusehen, das zu mehreren Todesfällen führen könnte.

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Das Stanford-Gefängnisexperiment ist ein bekanntes psychologisches Experiment, das 1971 von Philip Zimbardo an der Stanford University durchgeführt wurde. In diesem Experiment wurden Studenten zufällig entweder der Rolle eines Gefangenen oder eines Wärters in einem nachgebauten Gefängnis im Keller der Universität zugewiesen.
Das Experiment war ursprünglich auf zwei Wochen angesetzt, musste aber nach nur sechs Tagen abgebrochen werden, da die Teilnehmer, insbesondere die Wärter, ein derart extremes Verhalten entwickelten, dass es sowohl für die "Gefangenen" als auch für die "Wärter" zu psychischen Belastungen führte. Die Wärter zeigten zunehmend sadistische Tendenzen, während die Gefangenen unter Angstzuständen und Depressionen litten.
Das Stanford-Gefängnisexperiment ist bis heute umstritten und hat eine Vielzahl von ethischen Fragen aufgeworfen. Es hat jedoch auch einen wichtigen Beitrag zur Diskussion über die Bedeutung von situativen Faktoren für menschliches Verhalten geleistet und gezeigt, wie soziale Rollen und die Dynamik von Macht und Unterordnung das Verhalten von Menschen beeinflussen können.

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Das Milgram-Experiment ist ein bekanntes und zugleich umstrittenes psychologisches Experiment, das in den 1960er Jahren von Stanley Milgram an der Yale University durchgeführt wurde. In diesem Experiment ging es um die Frage, wie weit Menschen bereit sind, einer Autoritätsperson Folge zu leisten, auch wenn ihre Handlungen ethisch fragwürdig sind.
Die Teilnehmer des Experiments wurden in die Rolle eines "Lehrers" eingeteilt, der einem "Schüler" (der in Wirklichkeit ein Mitarbeiter Milgrams war) bei einem Lerntest Fragen stellte. Wenn der Schüler eine falsche Antwort gab, sollte der Lehrer ihm einen elektrischen Schlag verpassen, wobei die Stärke des Schlags bei jeder falschen Antwort erhöht wurde.
Die Ergebnisse des Experiments waren schockierend: Ein Großteil der Teilnehmer war bereit, dem Schüler (bis zu einer potenziell lebensgefährlichen) hohen Dosis an elektrischen Schlag zu verpassen, nur weil sie von der Autoritätsperson (dem Versuchsleiter) dazu aufgefordert wurden.
Das Milgram-Experiment hat eine breite Debatte über die Bedeutung von Autorität und Gehorsam in der menschlichen Gesellschaft ausgelöst und gezeigt, dass auch normale Menschen unter bestimmten Bedingungen zu Handlungen fähig sind, die sie unter anderen Umständen niemals ausführen würden. Es hat aber auch viele ethische Fragen aufgeworfen, insbesondere im Hinblick auf den Schutz der Teilnehmer vor psychischem Leid.

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Das Asch-Konformitätsexperiment ist ein weiteres bekanntes psychologisches Experiment, das in den 1950er Jahren von Solomon Asch durchgeführt wurde. In diesem Experiment ging es um die Frage, wie stark der Gruppendruck das Urteilsvermögen eines Individuums beeinflussen kann.
Die Teilnehmer des Experiments sollten die Länge von Linien beurteilen. Dabei waren sie jedoch nicht allein, sondern in einer Gruppe von anderen Teilnehmern (die in Wirklichkeit Mitarbeiter von Asch waren). Diese "falschen" Teilnehmer gaben absichtlich falsche Antworten, um den "echten" Teilnehmer zu beeinflussen.
Die Ergebnisse des Experiments zeigten, dass ein bdeutsamer Anteil der Teilnehmer bereit war, sich der Mehrheitsmeinung anzupassen, auch wenn diese objektiv falsch war. Dies zeigt, wie stark der Wunsch nach sozialer Akzeptanz und die Angst vor Ausgrenzung das Verhalten von Menschen beeinflussen können.
Das Asch-Konformitätsexperiment hat einen wichtigen Beitrag zur Erforschung von Konformität und sozialem Einfluss geleistet und gezeigt, dass Menschen oft bereit sind, ihre eigene Meinung aufzugeben, um in eine Gruppe integriert zu werden.

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Das Experiment mit dem kleinen Albert

Dieses Experiment wurde 1920 von John B. Watson und Rosalie Rayner an der Johns Hopkins University durchgeführt. Es ging darum, einem kleinen Kind (dem "kleinen Albert") eine Angst vor weißen Ratten anzutrainieren.
Albert wurde zunächst auf seine Reaktion auf verschiedene Reize getestet, darunter weiße Ratten, Kaninchen und andere Objekte. Er zeigte keine Angst vor diesen Reizen. Dann wurde ihm eine weiße Ratte gezeigt, während gleichzeitig ein lauter Knall erzeugt wurde, der ihn erschreckte. Dies wurde mehrmals wiederholt.
Nach einiger Zeit zeigte Albert eine deutliche Angstreaktion, wenn er die weiße Ratte sah, auch ohne den lauten Knall. Diese Angst generalisierte sich sogar auf andere ähnliche Reize, wie z.B. weiße Kaninchen oder einen weißen Bart.
Das Experiment mit dem kleinen Albert ist ethisch sehr umstritten, da es dem Kind absichtlich Angstzustände beigebracht hat. Es hat jedoch auch wichtige Erkenntnisse über die klassische Konditionierung und die Entstehung von Ängsten geliefert.

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Das Bobo-Doll-Experiment ist ein bekanntes psychologisches Experiment, das in den 1960er Jahren von Albert Bandura durchgeführt wurde. In diesem Experiment ging es um die Frage, wie Kinder durch Beobachtung und Nachahmung (sogenanntes Modelllernen) aggressives Verhalten erlernen können.
Die Teilnehmer des Experiments waren Vorschulkinder. Sie wurden in drei Gruppen aufgeteilt:
* Gruppe 1: Die Kinder sahen einen Erwachsenen, der eine aufblasbare Puppe (Bobo-Puppe) körperlich und verbal angriff.
* Gruppe 2: Die Kinder sahen einen Erwachsenen, der mit der Bobo-Puppe spielte, ohne sie anzugreifen.
* Gruppe 3: Die Kinder erhielten keine Demonstration.
Danach wurden die Kinder in einen Raum mit der Bobo-Puppe und anderem Spielzeug gebracht. Die Ergebnisse zeigten, dass die Kinder, die den Erwachsenen bei der Aggression beobachtet hatten, deutlich häufiger aggressives Verhalten gegenüber der Puppe zeigten als die Kinder in den anderen Gruppen.
Das Bobo-Doll-Experiment hat einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Lernens durch Beobachtung geleistet und gezeigt, dass Kinder aggressives Verhalten erlernen können, indem sie es bei anderen beobachten. Es hat auch die Bedeutung von Vorbildern für die Entwicklung von Kindern betont.



Dienstag, 16. August 2022
Hand aufs Herz!
Wissen Sie, wie viele Monate im Jahr Sie ausschließlich für den Staat arbeiten?
Im Jahr 2022 verlief der Zeitraum laut dem Bund der Steuerzahler vom 1. Januar bis zum 13. Juli.

Haben Sie eine Ahnung davon, wie viele Monate Sie jedes Jahr von neuem für Ihre Fixkosten (Miete, Auto, Smartphone etc.) arbeiten? Den Luxus, etwas zu essen oder sich etwas zu gönnen, nicht mitgerechnet!
Ich wusste es lange Zeit nicht.
Falls es Ihnen auch so geht - und ich wette, dass es den meisten von Ihnen so geht - gibt es eine einfache Lösung dafür: Eine Vertragsverwaltung.



Freitag, 18. Mai 2012
Die Bucht von Taiji
Im Sommer 2009 enthüllte der Dokumentarfilm mit dem Titel DIE BUCHT (englisch THE COVE), was sich in Taiji, einem kleinen japanischen Fischerort, regelmäßig abspielt. Seitdem stehen die Bewohner des Ortes in der internationalen Kritik. Jedes Jahr zwischen September und März werden dort bis zu 2.100 Delfine in Treibjagden gefangen. Delfintrainer suchen die schönsten Tiere für Delfinarien heraus. Die anderen Tiere werden grausam abgeschlachtet. Das Fleisch der kleinen Meeressäuger, obwohl stark mit Giftstoffen belastet, wird, oft auch als Walfleich deklariert, in Supermärkten verkauft und an Schulkantinen verteilt.

Im Jahr 2009 wurden die Delphine mit Speeren, Haken und Messern getötet. Das Meer war rot gefärbt vom Blut der Tiere. Um aus den Schlagzeilen der Weltpresse zu kommen, wurden seitdem die Abschirmmaßnahmen, die weitere Bilder der Massaker verhindern sollten, massiv verstärkt. Offizielle Stellen sprechen davon, dass die Delfine inzwischen schnell getötet werden.
Die Wahrheit sieht allerdings anders aus. Um das Rotfärben des Wassers in der Bucht zu verhindern, veränderten die Fischer zwar die Tötungsmethode, das qualvolle Sterben der Tiere aber blieb.

Eine Aufnahme vom November 2011 offenbart, dass den noch lebenden und im Wasser liegenden Delfinen mit einer Metallstange in den Hinterkopf gestochen wird, worauf die Wunde mit einem Holzstab verschlossen wird, um das Austreten von Blut und somit eine Rotfärbung des Wassers in der Schlachtbucht zu verhindern. Damit soll der Eindruck erweckt werden, dass die Delfine unblutig getötet werden.
Entgegen den immer wieder geäußerten Behauptungen der Delfinfänger, sterben die Delfine jedoch nicht innerhalb weniger Sekunden. Das Sterben der Delfine zieht sich meistens über mehrere Minuten hin. Dabei handelt es sich keinesfalls um Einzelfälle. Die Videodokumentation zeigt, dass ein schneller Tod der Delfine niemanden zu interessieren scheint. Die Tiere verenden entweder irgendwann an ihrer Kopfwunde, oder sie rollen auf die Seite und ertrinken, sobald ihr Blasloch unter Wasser gerät.
Die Videoszenen gelten beim Fernsehen als „nicht sendefähig“, da sie zu grausam sein sollen.

Der Versuch der Fischer, mit Abdeckplanen und Überwachungskameras weitere Bilder von den Massakern zu verhindern, beweist, dass ihnen die Wirkung der Bilder, die um die Welt gehen, sehr wohl bewusst ist. Das Töten von Tieren für den Verzehr, empfindet wohl niemand als angenehm und Menschen, zu deren Beruf es gehört, sie zu töten, werden zwangsläufig abstumpfen. Auch in unseren Schlachthöfen wird massenhaft getötet. Wer darüber entsetzt ist und sich gleichzeitig genussvoll die Salami-Pizza einverleibt, ist ein Idiot. Die Fischer von Taiji und anderen Orten empfinden ihr Tun offenbar nicht als verwerflich oder sie sind total abgestumpft. Wenn die Weltöffentlichkeit ihre Art, die Delfine zu töten, als grausam empfindet, und die Fischer alles dafür tun, um ihr Abschlachten vor der Öffentlichkeit zu verbergen, dann wissen sie ganz genau, dass ihr Vorgehen grausam ist. Sich hinter Traditionen zu verstecken, hilft dann auch nicht weiter. Wir verbrennen ja auch nicht weiter Hexen nur weil es einmal üblich war.

Die Fang-Saison geht von September bis Ende März. Bis Ende Februar 2012 wurden ca. 800 Delfine und Kleinwale getötet, dazu kommen noch über 60 Lebendfänge. 2011/12 hat sich also der Trend des Vorjahres bestätigt, dass die Delfinfänger nicht in der Lage sind, die erlaubte Fangquote von 2100 Delfinen und Kleinwalen auszuschöpfen.

Nur etwa 30 der rund 300 Fischer in Taiji haben die Lizenz zum Töten der Delfine und nur 17 kleine Boote dürfen für den Fang eingesetzt werden.
Das Aufgebot an Polizei in Taiji ist gewaltig. Selbst Einheimische beurteilen diesen Aufwand mittlerweile als völlig überzogen. Dazu kommt noch die Küstenwache, die immer wieder mit einem großen Schiff im Hafen Präsenz zeigt und zudem das blutige Treiben der Delfinfänger in der Bucht mit einem Militärschlauchboot bewacht. Die gesamten Sicherungsmaßnahmen wirken grotesk. Die Anzahl der eingesetzten Polizisten ist größer als die der Delfinfänger.



Donnerstag, 10. Mai 2012
Dieter Moor über die Schweiz
Moor, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt, möchte den Schweizer Pass gegen den deutschen eintauschen. In einem Interview für n-tv äußerte er sich über sein Geburtsland so:


Wie kommt es, dass das Verhältnis zwischen Deutschen und Schweizern derzeit so angespannt ist?

Weil die Schweizer einfach Idioten sind. Sie haben kein Selbstbewusstsein und verfälschen permanent ihre Geschichte. Entgegen den Mythen war die Schweiz vor ein paar hundert Jahren das Afghanistan Europas: Es waren ärmste Leute, es waren härteste Bedingungen, es war eine Bildungsmisere, es gab Religionskriege mit tausenden Toten. Die Schweiz war nie demokratiefähig, bis Napoleon kam und sagte: "Ich zwinge euch jetzt dazu." Seither meinen die Schweizer, sie hätten die Demokratie erfunden. Die Schweiz war auch nie freiheitswillig, bis Herr Schiller den Wilhelm Tell erfand. Seither glauben die Schweizer, sie seien freiheitswillig. Und es ist hochumstritten, ob der Rütlischwur jemals stattgefunden hat. Die Schweiz hat also keine Geschichte. Deshalb igeln sich die Schweizer ein, sind neutral und wollen nicht mitmachen. Jeder, der von außen kommt, wird von den Schweizern als jemand empfunden, der etwas wegnehmen will.

Droht sich die Schweiz vom Rest Europas und der EU zu isolieren?

Wegen der Eurokrise haben die Schweizer Europagegner einen unglaublichen Auftrieb. Dabei verkennen sie, dass die Schweizer Regierung in Wahrheit schon zur EU gehört. Es wurden so viele bilaterale Verträge geschlossen, dass man eigentlich gleich beitreten könnte. Aber für den normalen Schweizer ist die Vorstellung, den Franken aufzugeben, nicht durchsetzbar. Man glaubt ja auch, man hätte den Franken erfunden, dabei wurde der auch von Napoleon aufgezwungen. "Franken" kommt ja nicht umsonst von "Franc".

(Quelle: n-tv 10. Mai 2012)



Donnerstag, 1. Dezember 2011
Zug, das Schweizer Steuerparadies
Die Neue Züricher Zeitung (NZZ) Online titulierte im Februar 2011 einen Artikel mit: „Zug weiterhin das Schweizer «Steuerparadies» schlechthin“

Durch eine wirtschaftsfreundliche Steuerpolitik des Kantons Zug schwang sich der kleinste Kanton der Schweiz ab 1990 vom Armenhaus zum reichsten Kanton der Schweiz auf. Noch in den sechziger Jahren hatte Zug die höchste Pro-Kopf-Verschuldung und das Durchschnittseinkommen lag unter dem Schweizer Durchschnitt. Heute zahlt Zug mit annähernd 300 Millionen Schweizer Franken im Jahr und 2.042 Franken pro Kopf am meisten in den interkantonalen Finanzausgleich ein. Die Steuerbelastung beträgt nur rund die Hälfte des Schweizer Durchschnitts und das Volkseinkommen pro Kopf zählt zu den höchsten in der Schweiz. 2010 lag das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf im Kanton Zug bei schätzungsweise 100.000 Schweizer Franken.
Ende 2010 zählte der Kanton Zug fast 30.000 Unternehmen, davon an die 17.000 Aktiengesellschaften. 2010 trugen sich über 500 Firmen neu im Handelsregister ein.

Viele Domizilfirmen und Holdings haben ihren Sitz im Kanton Zug, da die Unternehmenssteuern auf einem im internationalen Vergleich sehr niedrigen Niveau liegen.
Domizilfirmen sind gemäß der Bestimmungen der kantonalen Steuerverwaltung Unternehmen, die in der Schweiz nur eine Verwaltungstätigkeit, aber keine Geschäftstätigkeit ausüben. Sie dürfen in der Schweiz weder eigenes Personal beschäftigen noch Büros unterhalten. Unter dem alten Steuergesetz vor 2001 wurden die Gewinne von Domizilgesellschaften gar nicht und das Kapital nur reduziert besteuert. Mit dem seit 2001 geltenden Steuergesetz werden die ersten 100.000 Schweizer Franken Gewinn mit 4 Prozent und der darüber hinausgehende Betrag mit 7 Prozent besteuert. Die Kapitalsteuer beträgt 0,075 Promille des zu versteuernden Eigenkapitals. Erträge die im Ausland erzielt werden, zum Beispiel Dividenden von ausländischen Firmen oder Honorarerträge, sind steuerfrei. Weiter sind Erträge aus Beteiligungen für alle Besteuerungsarten steuerbefreit.


Für Ansiedlungswillige interessant sind natürlich auch die Steuersätze von natürlichen Personen.

Belastung von natürlichen Personen durch Staats-, Gemeinde- und Kirchensteuern in % des Bruttoarbeitseinkommens im Jahr 2009 aufgerundet auf 0-Nachkommastellen

Bruttoarbeitseinkommen in Schweizer Franken

Ledige

Verheiratet ohne Kinder

Verheiratet, 2 Kinder

30.000

3%

0%

0%

60.000

6%

3%

0%

100.000

8%

5%

3%

200.000

11%

8%

7%

400.000

12%

11%

9%

1.000.000

12%

12%

11%


Im Vergleich dazu überschreiten Sie in Deutschland mit einem zu versteuernden Einkommen von etwa 33.000 EUR bereits die 20%- Linie effektiver Steuern.
10.000 EUR = 10%
33.000 EUR = 20%
60.000 EUR = 28%



Sonntag, 10. Oktober 2010
Magnetismus der Erde
Neulich sah ich eine Sendung auf Arte, die sich mit dem Thema der auffälligen Abschwächung des Magnetismus der Erde in den letzten Jahren beschäftigte.

Es ist seit Jahrhunderten bekannt, dass der magnetische nicht mit dem geographischen Nordpol identisch ist und sich zudem bewegt. Die Seefahrer früherer Zeiten kannten zur Orientierung nur den Kompass und mussten über diese Abweichung genau Bescheid wissen. Es gibt aus dieser Zeit genaue Aufzeichnungen, sodass man zwischen damals und heute vergleichen kann. Die Geschwindigkeit des magnetischen Nordpols hat sich deutlich beschleunigt. Vor einem Jahrhundert waren es wenige Kilometer pro Jahr, mittlerweile sind es etwa 40 Kilometer. Derzeit zwischen Nordostkanada und Grönland gelegen, könnte der magnetische Nordpol in gut 20 Jahren in der Nähe des geographischen Nordpols angelangt sein und bis 2050 Sibirien erreichen.

Parallel dazu beobachten die Forscher ein zweites Phänomen. Das Magnetfeld der Erde, das den Planeten vor einem zu starken Einfluss kosmischer Stürme, der „Sonnenwinde“, schützt, hat sich in den vergangenen 150 Jahren um etwa acht Prozent abgeschwächt. Wenn Tongefäße gebrannt werden, geht der im Tonmaterial gespeicherte Magnetismus durch die enorme Hitze verloren und der abkühlende Ton nimmt den Magentismus an, der gerade vorherrscht. Daher kann man anhand von Tonproben aus früheren Zeiten die Stärke und Richtung des Magnetismus gut bestimmen. Diese Tonproben beweisen, dass der Magnetismus in früheren Zeiten deutlich stärker war als heute und dass er zur Zeit deutlich abnimmt. Lava-Gesteinsproben, die weiter zurück in die Vergangenheit reichen, verraten, dass eine Umkehr der Polrichtung von Süd auf Nord und umgekehrt in der Erdgeschichte regelmäßig vorgekommen ist.
Sollte der Motor, der den Magnetismus der Erde aufrecht erhält, einmal erlahmen, wird das Leben auf unserer Erde erlöschen. Es wird vermutet, dass mit dem verhältnismäßig kleinen Mars genau das passiert ist, denn es wurde festgestellt, dass Gestein auf dem Mars magnetisch ist, obwohl den Mars kein schützender Magnetring umgibt. Der Motor des Magnetismus auf der Erde ist die Bewegung innerhalb des geschmolzenen Erdkerns. Möglicherweise ist das Innere des Mars irgendwann regelrecht eingefroren und hat damit den Magnetismus zerstört.
Die Auswirkungen des Sonnenwinds bekamen 1989 die Bewohner Ostkanadas zu spüren. Damals führten von der Sonne ausgestoßene, stark aufgeladene Teilchenströme in der Provinz Quebec zu schweren Störungen im Stromnetz. Mehrere Transformatoren brannten nach Überhitzung ab, die Elektrizitätsversorgung der Provinz war neun Stunden lang lahm gelegt.

Betroffen von solchen Energieströmen, die durch ein schwächeres Magnetfeld kaum mehr abgefangen würden, wären unter anderem auch Kommunikationssysteme und elektronische Anlagen in Flugzeugen und Satelliten. Die Polwanderung und die Abnahme des Magnetfeldes sind wahrscheinlich keine getrennten Prozesse. Gesteinsmagnetische Untersuchungen zeigen, dass Nord- und Südpol im Laufe der Erdgeschichte durchschnittlich alle 500 000 Jahre ihre Position getauscht haben. Vor einer Polumkehr schwächte sich das Magnetfeld jeweils zunehmend ab und verschwand schließlich nahezu ganz, bevor es sich danach in entgegengesetzter Orientierung wieder neu aufbaute.

Die letzte Umkehrung der Pole ereignete sich vor etwa 750 000 Jahren, davor vor etwa 200 000 Jahren und weiter davor war der Zeitraum noch kürzer. Damit könnte nun ein neuer Polsprung bevorstehen. Ein solcher Vorgang dauert etwa 1000 bis 2000 Jahre. Zuverlässige Prognosen sind , wen wundert's, nicht möglich.

Also ich find's cool!



Donnerstag, 23. September 2010
Mythos Gefahrenquellen
Es wird gerne über die Gefahr gesprochen, die von Terroristen ausgeht, es wird schockiert geschaut, wenn ein Passagierflugzeug abgestürzt ist und es wird lautstark darüber lamentiert, dass Schusswaffen in den Händen von Amokläufern großes Leid verursachen.

Dass in Deutschland jedes Jahr rund 5.000 Menschen im Straßenverkehr umkommen, wird zur Kenntnis genommen.
Im Jahr 2008 ereigneten sich in Deutschland fast 2.294.000 polizeilich erfasste Unfälle. Darunter waren 1.973.000 Unfälle mit Sachschäden und über 320.000 Unfälle mit Personenschäden. Dabei verunglückten rund 414.000 Personen, 4.477 von ihnen starben.

Jeder sechste Verkehrstote ist ein Fahrradfahrer. Im Jahr 2024 starben 441 Radfahrer auf deutschen Straßen. Die Zahl der getöteten Radler lag 2024 um 11,4 Prozent höher als 2014. Dabei ist die Zahl der Verkehrstoten in diesen zehn Jahren insgesamt um 18,3 Prozent auf 2759 gesunken.

Einem Bericht im Fernsehen zufolge sind in Deutschland durchschnittlich jeden Tag 5 Geisterfahrer unterwegs.
Das Statistische Bundesamt zählte 2009 rund 12.800 Unfälle mit Verletzten, bei denen Menschen die falsche Straßenseite oder einen verbotenen Straßenteil befahren hatten. 128 Menschen starben. Wie viele Unfallverursacher Geisterfahrer waren, lässt die Statistik offen.
Im Vergleich dazu kamen 2010 weltweit "nur" 829 Menschen bei Flugzeugabstürzen ums Leben.

Das benutzen des Handys führt in Deutschland jährlich zu:
- 100.000 Unfällen
- 25.000 Verletzten
- 500 Toten

Alle 51 Minuten stirbt in Deutchland eine Person durch Suizid. Das sind mehr als 10.000 Menschen pro Jahr.

Von den 361 in Deutschland Ertrunkenen des Jahres 2013 starben die meisten in unbewachten Gewässern. 291 in Seen, Flüssen und Kanälen, 22 im Meer, 11 in Schwimmbädern sowie 7 in privaten Teichen oder Pools. Weitere 30 ertranken in anderen Gewässern, etwa Hafenbecken.
Unter den Toten waren den Angaben zufolge 32 Jungen und Mädchen unter 15 Jahren.
2024 ertranken 411 Menschen.

Von 1999 bis 2024 starben beim sogenannten "Balconing" auf den Balearen 42 Briten, 113 verletzten sich. Briten springen oder fallen mehr als doppelt so häufig wie jede andere Nationalität von balearischen Balkonen. Aber auch deutsche Urlauber sterben bei diesen dummen Aktionen.

Weitgehend unbekannt dürfte sein, dass in Deutschland im Jahr 2008 insgesamt 1.325 Jungen und Mädchen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren starben, 210 von ihnen töteten sich selbst.
Die Zahl der Suizide lag 2008 in Deutschland bei insgesamt 9.758.
Unfälle, Gewalt, Suizid: Mehr als 1.000 Mädchen und Jungen bis 19 Jahren kamen 2009 ums Leben.
Fast 290.000 mussten wegen Verletzungen oder Vergiftungen ins Krankenhaus.

Bei Unfällen zu Hause oder auf der Straße starben 761 Kinder und Jugendliche.
Zweithäufigste Todesursache ist mit 215 Fällen der Suizid.
63 Mädchen und Jungen wurden bei tätlichen Angriffen getötet.

Im Februar 2025 liegt die Zahl der Fälle, in denen das Schicksal vermisster Kinder in Deutschland völlig ungeklärt ist, bei 1900.

Im Jahr 2008 gab es in Deutschland 818 Morde einschließlich 484 Mordversuche. Das sind im Durchschnitt 2,24 Morde am Tag inklusive der Versuche. Totschläge tauchen in dieser Statistik nicht auf, obwohl das Ergebnis dieser Taten dasselbe ist.

Fast jeden zweiten Tag tötet in Deutschland ein Mann seine (Ex-)Partnerin. 270.000 Fälle von häuslicher Gewalt wurden im Jahr 2024 gemeldet. Jedes Jahr werden es mehr.

2006 starben in Deutschland 646 Menschen an den Folgen von Arbeitsunfällen.

› Rund 600 Menschen sterben jährlich in Deutschland bei den rund 200.000 gemeldeten Bränden. Beinahe jedes dritte Brandopfer ist ein Kind.
› Rund 6.000 Menschen pro Jahr erleiden schwere Brandverletzungen, die oftmals zu bleibenden Körperschäden führen. Außerdem werden etwa 60.000 Menschen leicht verletzt.
› 95 Prozent aller Brandtoten fallen nicht den Flammen zum Opfer, sondern sterben an einer Rauchvergiftung.
› 70 Prozent der Brandopfer werden nachts zwischen 23 und 7 Uhr im Schlaf überrascht.
› Vier Fünftel der Brände entstehen in Privathaushalten, nicht in der Industrie.
› Frühr waren nur 7 Prozent aller deutschen Haushalte mit Rauchmeldern ausgestattet bis es endlich zur Pflicht wurde.

2019 gab es laut Eisenbahn Bundesamt in Deutschland 646 Schienensuizide. Nach Angaben der Deutschen Bahn muss ein Triebfahrzeugführer im Berufsleben durchschnittlich zwei bis drei Suizide verkraften.

Nach der Verkehrsunfallbilanz des Stuttgarter Innenministeriums nimmt die Zahl der Unfälle mit E-Scootern stark zu. Demnach waren Roller in Baden-Württemberg im Jahr 2024 in 1465 Verkehrsunfälle verwickelt, knapp 33,4 Prozent mehr als in 2023. Sieben Menschen kamen mit einem E-Roller ums Leben, vier mehr als im Jahr zuvor. Bundesweit stieg die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit Verletzten laut dem Statistischen Bundesamt von 8443 in 2022 auf 9439 in 2023.

Im Jahr 2020 sind mehr als 1500 Menschen in Deutschland wegen des Konsums illegaler Substanzen gestorben.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben die Todesursache Nummer eins in Deutschland - immer häufiger ist es aber auch Krebs. 852.328 Menschen sind 2011 in der Bundesrepublik gestorben, 40,2 Prozent davon an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Mehr als jeder Vierte (26,0 Prozent) erlag einem Krebsleiden.
9722 Menschen starben an den Folgen eines Sturzes. Besonders betroffen waren ältere Frauen.

Sucht hat viele Gesichter. So sind Millionen Deutsche von Tabak, Alkohol oder Medikamenten abhängig, Hunderttausende von Cannabis oder Glücksspielen. Online-Sucht ist inzwischen auch ein beunruhigendes Thema.

Tabak: In Deutschland raucht rund ein Drittel der Erwachsenen. Insgesamt sind es etwa 16 Millionen Menschen. Etwa 140.000 von jährlich 850.000 Toten in Deutschland werden dem Rauchen zugeschrieben. In den USA sterben jedes Jahr schätzungsweise 443.000 Menschen an den Folgen des Rauchens.
Alkohol: 9,5 Millionen Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in riskanter Form, rund 1,3 Millionen sind Alkoholiker.
Medikamente: Bis zu 1,9 Millionen Menschen sind nach Schätzungen medikamentenabhängig. Rund 70 Prozent davon sind Frauen, viele älter als 60 Jahre alt.
Cannabis: Rund 400.000 Menschen konsumieren die Droge in einer Weise, die als problematisch eingestuft wird. Viele davon gelten als abhängig.
Glücksspiel: Bis zu 400.000 Bundesbürger gelten als glücksspielsüchtig. Sie können ihr Spielverhalten nicht mehr richtig kontrollieren.
Online- und Mediensucht: Experten gehen davon aus, dass rund drei Prozent der Jugendlichen und Erwachsenen Internetnutzer von dem Medium abhängig sind - viele von Online-Computerspielen. Nach einer Studio aus dem Jahr 2011 sollen 560.000 Menschen in Deutschland internetabhängig sein.

An den Folgen ihres Alkoholkonsums sterben jedes Jahr in Deutschland 74.000 Menschen, das entspricht gut neun Prozent aller Todesfälle, berichtet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anlässlich des Weltdrogentages 2010. Die durch alkoholbedingte Erkrankungen hervorgerufenen volkswirtschaftlichen Kosten belaufen sich demnach auf 24 Milliarden Euro pro Jahr. Zu den häufigsten durch Alkoholkonsum hervorgerufenen Leiden zählten Leberzirrhose, Schäden des Gehirns sowie Herzmuskel- und Krebserkrankungen wie Leber-, Mund- und Speiseröhrenkrebs.

Todesfälle durch
    Suchtmittelmißbrauch

in Deutschland

Quelle

Alkoholtote jährlich

74.000

BZgA

Herointote 2000

2.030

Drogen- und Suchtbericht 2000 der Bundesregierung

Nikotintote jährlich

90.000

Prof. Ulrich Keil, Münster auf einem Symposion der  Deutschen Herzstiftung 1998

Tote durch Passivrauchen pro Jahr

4.400

Prof. Ulrich Keil, Münster auf einem Symposion der Deutschen Herzstiftung 1998

Säuglingstod durch Passivrauchen jährlich

1.500 Säuglinge

Dr. Otwin Linderkamp auf einer Tagung im Deutschen Krebszentrum Heidelberg 1998


Rund 1.800 Kinder erkranken in Deutschland jährlich bis zu ihrem 15. Lebensjahr an Krebs.
Die Krebsarten, an denen Kinder in Deutschland am häufigsten erkranken, unterscheiden sich deutlich von denen, die die Statistik für Erwachsene anführen: Etwa die Hälfte der kleinen Patienten leidet unter Leukämien und Lymphomen; es folgen Hirntumore, das Neuroblastom als Tumor des Nervensystems, schließlich der Wilms-Tumor, auch Nephroblastom genannt, der sich in der Niere entwickelt.

Bei Jugendlichen über 15 Jahren ist der Schwarze Hautkrebs schon die fünfthäufigste Tumorart. In der Gesamtbevölkerung erkranken daran derzeit in Deutschland jährlich ungefähr 8.400 Frauen und 6.500 Männer.
Der Schwarze Hautkrebs ist vor allem so gefährlich, weil er oft Metastasen bildet. Die Tochtergeschwüre können sich über das Lymphsystem im ganzen Körper ausbreiten. Sie gelangen so in andere Organe und zerstören sie.

Krebs verursacht europaweit jedes Jahr 120 Milliarden Euro an Kosten. In Deutschland werden zur Bekämpfung von Krebs durchschnittlich 165 Euro pro Person und Jahr (erkrankt oder nicht erkrankt) ausgegeben. Damit ist Deutschland Europameister.

Aids ist eine globale Katastrophe. Weltweit sind, nach Schätzungen von UNAIDS, rund 33 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Im Vergleich dazu sind in Deutschland die Zahlen relativ gering. Bei uns leben etwa 63.500 Menschen mit HIV.
In Deutschland sind etwa drei Viertel der Infizierten Männer, etwa ein Viertel Frauen. 90% der HIV-Infektionen werden sexuell übertragen. Knapp zwei Drittel aller Infektionen in Deutschland sind auf ungeschützten Sex zwischen Männern zurück zu führen.
Durch neue Medikamente konnte die Lebenserwartung und Lebensqualität von Menschen mit HIV und Aids in den reichen Ländern zwar erheblich verbessert werden, ein Heilmittel gegen HIV gibt es jedoch nicht. HIV-Infizierte leben mit dem Risiko schwerster Nebenwirkungen der Medikamente und der Gefahr von Ausgrenzung und Verarmung.

Einer Studie des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2010 zufolge ist über die Hälfte der erwachsenen Bundesbürger übergewichtig, Tendenz steigend. Im Vergleich zu 1999 ist der Anteil übergewichtiger Männer von 56 auf 60 Prozent gestiegen, der Anteil übergewichtiger Frauen von 40 auf 43 Prozent.
Bei den 20- bis 24-Jährigen waren 29 Prozent der Männer und 18 Prozent der Frauen übergewichtig. Bei den Älteren sind es deutlich mehr. Etwa drei Viertel (74 Prozent) der 70- bis 74-jährigen Männer und knapp zwei Drittel der Frauen (63 Prozent) in diesem Alter galten als übergewichtig.
Laut der Statistik gibt es beim Gewicht Unterschiede je nach Familienstand. Singles waren vom Übergewicht seltener betroffen: Bei Männern waren Verheiratete zu 69 Prozent und Verwitwete zu 67 Prozent übergewichtig, Ledige dagegen nur zu 43 Prozent. Verwitwete Frauen (58 Prozent) hatten häufiger Übergewicht als Verheiratete (46 Prozent). Bei ledigen Frauen waren dagegen nur 25 Prozent übergewichtig, 7 Prozent hatten sogar Untergewicht.
Fettleibigkeit gilt in Ländern wie den USA mittlerweile als eines der größten Gesundheitsrisiken überhaupt. Sie ist für Millionen Todesfälle weltweit verantwortlich. Zu den möglichen Folgen von Übergewicht gehören unter anderem Diabetes, Herz- und Kreislaufprobleme sowie übermäßige Belastungen von Knochen und Gelenken. In den USA wurden die finanziellen Folgen der Fettleibigkeit 2007 auf 90 Milliarden Dollar beziffert.

Die Häufigkeit selbstverletzenden Verhaltens wird in Deutschland mit 0,7 % bis 1,5 % angegeben, was einer Anzahl von rund 600.000 bis 1,2 Millionen Menschen entspricht. Überwiegend weibliche Personen sind von SVV betroffen, die Angaben schwanken hier jedoch stark und werden mit 3:1 (Frauen:Männer) bis 9:1 (Frauen:Männer) angegeben.

Deutschlandweit gab es in der Silvesternacht 2024/25 fünf Tote durch Feuerwerk.
Allein in Berlin wurden 15 Schwerverletzte gezählt, verletzt an Händen, Gesicht und Augen. Die Berliner Feuerwehr bilanzierte 1892 Einsätze, darunter 825 Brände und 847 Rettungsdiensteinsätze.

Auf amerikanischen Highways sterben jedes Jahr 150 Feuerwehrleute.

Alexithymie ist ein Persönlichkeitsmerkmal, das auch in Deutschland weit verbreitet ist. Experten schätzen, dass zehn Prozent der Bevölkerung gefühlsblind sind.
Die Betroffenen selbst erkennen ihre Defizite nicht.

Nach Angaben der deutschen Alzheimer Gesellschaft leiden allein in Deutschland etwa 700.000 Menschen an Alzheimer. Da die Zahl der Alten stetig wächst rechnen Experten damit, dass sich die Zahl bis zum Jahr 2050 verdoppelt oder verdreifacht.

In den USA ertrinken jährlich durchschnittlich 400 Menschen in ihren Autos. Das sind mehr als bei Bootsunglücken.

Buschfeuer, Torfbrände sowie Unfälle beim Abfackeln von Feldern kosten einer globalen Studie zufolge jedes Jahr 339.000 Menschen das Leben. Am schlimmsten betroffen ist Afrika südlich der Sahara sowie Südostasien. Die meisten Todesfälle gehen auf das Konto von Rauchvergiftungen.

Durch herabfallende Kokosnüsse sterben jährlich 150 Menschen, durch Haie 5.

In Indien wurden nach offiziellen Angaben 2011 mehr als 24.200 Vergewaltigungen gemeldet - eine alle 20 Minuten.

In Indien sind beim Versuch, eine Katze aus einer Mistgrube zu retten, fünf Menschen ums Leben gekommen. So sei erst ein Mann in die Brühe gestiegen, um das verunglückte Tier zu retten. Dann seien fünf weitere Personen nacheinander heruntergestiegen, nicht wieder herausgekommen und ertrunken. Nur ein Helfer habe lebend gerettet werden können.

Bei riskanten Foto- und Videoaktionen für die sozialen Netzwerke kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen. Im Oktober 2024 stürzte ein 26-jähriger Mann beim Versuch, auf die 192 Meter hohe Castilla-La-Mancha-Brücke im spanischen Talavera de la Reina zu klettern, in den Tod. Im September desselben Jahres kletterte ein 17-Jähriger im Harz über eine Absperrung an einer Aussichtsplattform, um ein Foto zu schießen. Er stürzte ab und fiel mehr als 40 Meter tief in den Tod.
Im Dezember 2020 stürzte eine Frau in Australien von einer Klippe in den Tod, während sie für ein Foto posierte. Und im November 2019 starb ein französischer Tourist, nachdem er beim Versuch, ein Selfie zu machen, von einem Wasserfall in Thailand gestürzt war. Im Juli desselben Jahres war an derselben Stelle bereits ein spanischer Tourist bei einem Sturz ums Leben gekommen.

Um diese erschreckende Anzahl an Toten / Kranken / Unglücklichen /Gescheiterten zu produzieren, müssen sich Terroristen schon mächtig anstrengen.